Vanilla 7 Days to Die beschäftigt eine Gruppe ein, zwei Monate, dann wollen alle mehr: neue Zombies, Klassen, Waffen, eine andere Balance oder gleich einen Overhaul wie Darkness Falls. 7 Days to Die Server-Mods sind schnell installiert – ein Ordner und ein Neustart –, aber an drei Dingen stolpern fast alle: was Spieler ebenfalls installieren müssen, wie man mit EasyAntiCheat umgeht und wie viel Speicher das Paket verlangt. Gehen wir es der Reihe nach durch.
Hast du noch keinen Server, fang mit unserem Überblick zum 7 Days to Die Server-Hosting an: Dort geht es um RAM für verschiedene Karten und darum, was den Server in der Hordennacht belastet. Hier geht es nur um Mods auf einem Server, der bereits läuft.
Zwei Arten von Mods: Modlets und Code-Mods
In 7 Days to Die ist ein Mod ein Ordner mit einer ModInfo.xml und einem Satz Änderungen. Nach Inhalt teilen sich Mods in zwei Gruppen, und davon hängt ab, wer sie installieren muss.
- XML-Modlets ändern nur Spieltabellen: Rezepte, Loot, Händlerpreise, Zombie-Werte, Progression. Diese Änderungen schickt der Server den Clients beim Verbinden, deshalb reicht es, ein Modlet nur auf dem Server zu installieren. Ausnahme: Es bringt neue Icons, Lokalisierung oder Sounds mit – diese Dateien bekommt der Client nicht von allein.
- Mods mit eigenem Code und Assets: DLLs, neue Modelle, Texturen, Interface. Sie müssen auf dem Server und bei jedem Spieler installiert sein, strikt in derselben Version. Dazu gehören alle großen Overhauls, die meisten Waffen- und Fahrzeug-Mods und UI-Mods.
Öffne vor der Installation die Mod-Seite und such einen Hinweis wie „server side only“ oder „clients need to install“. Fehlt er, geh davon aus, dass alle den Mod brauchen.
Einen Mod auf dem Server installieren
- Lade den Mod herunter und entpacke das Archiv lokal. Darin muss ein Ordner mit
ModInfo.xmldirekt im Wurzelverzeichnis liegen. Manchmal sitzt er eine Ebene tiefer als nötig, und so einen Mod sieht der Server nicht. - Öffne im Panel den Tab Files (oder verbinde dich per SFTP) und geh in den Ordner
Modsim Serverstamm. Gibt es ihn nicht, leg ihn an. - Lade den kompletten Mod-Ordner hoch, ein Ordner pro Mod. Archive gehören nicht in
Mods: Der Server entpackt sie nicht. - Starte den Server neu und öffne den Tab Console: Beim Start listet der Server die geladenen Mods auf. Fehlt deiner in der Liste oder steht ein Fehler daneben, wurde er nicht geladen.
Um einen Mod vorübergehend abzuschalten, lösch ihn nicht: Verschieb seinen Ordner aus Mods in einen Nachbarordner wie Mods_off und starte neu. So holst du ihn leicht zurück, sobald du die Ursache eines Problems gefunden hast.
EasyAntiCheat: wann und wie abschalten
EasyAntiCheat lässt kein Spiel mit fremdem Code auf den Server. Solange du nur XML-Modlets nutzt, kannst du EAC in Ruhe lassen. Sobald ein Mod mit DLL dazukommt – jeder Overhaul, die meisten Waffen-Mods –, musst du es auf beiden Seiten abschalten:
- auf dem Server setzt du
EACEnabledin derserverconfig.xmlauffalseund startest neu (die übrigen Einstellungen der Datei erklärt unser Guide zur serverconfig.xml); - die Spieler wählen im Steam-Startfenster die Variante ohne EAC; sonst verbindet sich das Spiel schlicht nicht mit einem Server, auf dem der Anti-Cheat aus ist.
Denk daran, dass ein Server ohne EAC keinerlei Schutz vor Cheats hat. Für eine Freundesgruppe ist das kein Problem, aber setz ein ServerPassword und lass den Server nicht offen in der öffentlichen Liste stehen.
Was die Spieler tun müssen
Für Code-Mods braucht jeder Spieler denselben Satz Ordner in seinem eigenen Ordner Mods. Das Spiel liest ihn an zwei Stellen: im Installationsordner von 7 Days to Die und im Benutzerdaten-Ordner des Spiels unter %APPDATA%; beides funktioniert. Die Versionen müssen zu denen des Servers passen, sonst kommt der Spieler nicht rein oder sieht die Welt anders als alle anderen.
Am einfachsten baust du einmal ein Archiv mit dem exakten Mod-Set und gibst es allen, und bei jedem Update ein neues Archiv. Führ eine kurze Liste: Mod, Version, Update-Datum. Sobald der Server mehr als einen Admin hat, spart diese Liste Stunden an „wer hat was installiert“. Dieselbe Synchronisationslogik gilt für Valheim mit BepInEx: Der Server verteilt Mods nie von selbst.
Mach vor der Installation oder einem Update ein manuelles Backup im Tab Backups. Füge Mods einzeln oder zu zweit hinzu und starte nach jedem neu: Wirfst du zehn Ordner auf einmal rein und der Server startet nicht, suchst du den Schuldigen per Ausschlussverfahren. Overhauls und Mods, die die Weltgenerierung ändern, brauchen fast immer einen neuen Spielstand; eine alte Welt lädt mit ihnen nicht korrekt.
Beliebte Mods und Overhauls
Die Liste ändert sich von Version zu Version, schau also nicht nur auf die Beliebtheit, sondern auf das Datum des letzten Updates: Der Mod muss genau die Spielversion unterstützen, die auf deinem Server läuft.
- Darkness Falls: der bekannteste Overhaul mit Klassen, neuen Zombies und Bossen, überarbeiteter Progression und eigenen Karten. Braucht eine neue Welt und die Installation bei jedem Spieler, EAC aus. Von allen Optionen die schwerste für den Server.
- Undead Legacy: ein Overhaul rund um Inventar, Crafting und Realismus. Wird ebenfalls von allen installiert und braucht viel Speicher; prüf vor der Installation, dass die Mod-Version zur Spielversion passt.
- War3zuk AIO, Rebirth, Afterlife: große All-in-one-Pakete mit neuen Waffen, Zombies und Systemen. Gleiche Regeln: neue Welt, eine Version für alle, EAC aus.
- Kleine Modlets: größerer Rucksack, mehr Gürtelslots, Loot- und Händler-Anpassungen, ein informativeres HUD. Die leichtesten für den Server; viele sind reines XML, UI-Mods müssen aber meist auch bei den Spielern liegen.
Wie viel RAM und CPU Mods brauchen
Ohne Mods bestimmt die Karte den Speicher des Servers: Navezgane braucht ab 3 GB, eine zufällige 8K-Welt etwa 4 GB, eine 10K-Welt etwa 6 GB. Mods kommen obendrauf: Neue Items und Zombies liegen dauerhaft im Speicher, und zusätzlicher Code läuft in jedem Tick. Deshalb beschreiben wir die Tarife für gemoddete Server nach Mod-Last statt nach Spielerzahl – die ist auf allen 7 Days to Die Tarifen gleich: bis zu 8.
| Tarif | RAM | Wofür | Preis |
|---|---|---|---|
| Vortex | 10 GB | Leichte Mods | 25,49 €/Monat |
| Apex | 12 GB | Mods | 30,99 €/Monat |
| Vanguard | 14 GB | Viele Mods | 35,99 €/Monat |
| Titan | 16 GB | Overhauls wie Darkness Falls | 40,99 €/Monat |
| Eclipse | 20 GB | Große Mod-Pakete | 50,99 €/Monat |
| Nova | 24 GB | Schwere Mod-Pakete | 60,99 €/Monat |
Die CPU ist genauso wichtig: Overhauls bringen Zombies mit neuem Verhalten, und jeder Zombie bedeutet Wegfindung und Blockprüfungen. Ruckelt ein Server mit Overhaul in der Hordennacht, senk zuerst BloodMoonEnemyCount und denk erst danach über einen größeren Tarif nach.
Spiel- und Mod-Updates
Der Server aktualisiert das Spiel beim Start selbst, die Mods aber nicht. Nach einem großen Patch gehen manche Mods kaputt, obwohl der Server normal startet: Items verschwinden, Spieler stürzen ab, Rezepte funktionieren nicht. Das Vorgehen ist einfach: Backup, auf jeder Mod-Seite prüfen, ob es eine Version für den neuen Patch gibt, Mods auf dem Server und bei den Spielern in einem Rutsch aktualisieren, Neustart.
Spielt ihr mit einem Overhaul, hab es mit dem Spiel-Update nicht eilig: Warte, bis der Autor des Overhauls eine kompatible Version veröffentlicht, sonst landet der Server mit einem alten Mod auf einer neuen Spielversion. Für eine langlebige Welt ist das die häufigste Ursache verlorener Abende. Wie oft du Kopien anlegen solltest und wie viel Fortschritt deine Gruppe verlieren kann, steht im Artikel Reichen tägliche Backups?.
Wenn der Server nach einem Mod nicht startet
- Öffne den Tab Console und such den ersten Fehler nach den Zeilen zum Laden der Mods – den ersten, die übrigen sind meist Folgefehler.
- Prüf die Version: Ein Mod für eine andere Spielversion ist Grund Nummer eins.
- Prüf die Ordnerstruktur:
ModInfo.xmlmuss direkt im Mod-Ordner liegen, nicht eine Ebene tiefer. - Nimm den zuletzt hinzugefügten Mod aus
Modsund starte neu. Kommt der Server hoch, hast du den Schuldigen. - Ist die Welt beschädigt oder der Fortschritt weg, stell das Backup von vor der Installation wieder her.
Wähle den Tarif nach Mod-Last – der Server wird automatisch erstellt, mit drei Ports, NVMe, DDoS-Schutz und nächtlichem Backup, und der Ordner Mods sowie die serverconfig.xml warten im Tab Files auf dich. Tarife und Preise findest du auf der 7 Days to Die Seite, konfiguriert wird der Server auf der Bestellseite.