Fast alles, was deinen 7 Days to Die Server von anderen unterscheidet, steht in einer einzigen Datei – der serverconfig.xml. Dort legst du Name und Passwort fest, Karte und Seed, Schwierigkeit, Zombie-Tempo, wie oft der Blutmond aufgeht, die Todesstrafe und die Regeln für Landclaims. Die Datei ist lang und ihre Kommentare sind knapp, deshalb gehen wir die wichtigen Einstellungen hier gruppenweise durch: was sie bewirken, welche Werte sinnvoll sind und welche Zeilen du besser gar nicht anfasst.
Falls du noch keinen Server hast, fang mit unserem Überblick zum 7 Days to Die Server-Hosting an – dort geht es um den Speicher für verschiedene Karten und die Last in der Hordennacht. Hier geht es nur um die Konfiguration eines Servers, der bereits läuft.
So bearbeitest du die serverconfig.xml
Die Datei liegt im Hauptordner des Servers. Öffne im Panel den Tab Files, such serverconfig.xml, nimm deine Änderungen vor und speichere. Der Server liest seine Einstellungen nur beim Start, also starte ihn nach jeder Änderung neu.
Jede Einstellung ist eine einzelne Zeile wie diese:
<property name="ServerName" value="Elysium 7DTD"/>
Ändere nur, was in value="…" steht. Die Namen der Eigenschaften unterscheiden Groß- und Kleinschreibung, und Anführungszeichen sowie das schließende /> sind Pflicht: Ein fehlendes Anführungszeichen, und der Server startet nicht. Kopier die Datei vor größeren Änderungen daneben, zum Beispiel als serverconfig.xml.bak, damit du zurückkannst.
Finger weg: Port und Slot-Zahl
Ein 7 Days to Die Server lauscht auf drei aufeinanderfolgenden Ports. Bei Elysium werden alle drei beim Erstellen des Servers automatisch zugewiesen – ändere ServerPort also nicht, sonst belegt der Server einen fremden Port und niemand kann sich verbinden.
Bei unseren Tarifen legt das Panel die Slots fest: bis zu 8 Spieler, und ServerMaxPlayerCount in der Datei überschreibt das nicht. Tarife mit mehr Speicher bringen Reserve für Mods und große Karten, keine zusätzlichen Plätze.
Name, Passwort und Sichtbarkeit
ServerName– der Name in der Serverliste.ServerDescription– eine kurze Beschreibung, die bei der Serverauswahl angezeigt wird.ServerPassword– das Beitrittspasswort. Setz es bei einem Server für Freunde sofort; ein leerer Wert lässt alle rein.ServerVisibility–2öffentlich,1nur Steam-Freunde,0nicht gelistet. Auch ein versteckter Server ist über Adresse und Port aus deinem Kundenbereich erreichbar.
Welt: Karte, Seed und Spielstandname
GameWorld–Navezganefür die handgebaute Karte oderRWGfür eine Zufallswelt.WorldGenSeedundWorldGenSize– Seed und Größe einer Zufallswelt (6144, 8192, 10240). Für Navezgane ohne Bedeutung.GameName– der Name des Spielstands. Neuer Name heißt neuer Spielstand.
Diese drei bestimmen, welche Welt geladen wird. Änderst du Karte, Seed oder Größe, beginnt der Server eine neue Welt; die alte bleibt auf der Platte und kommt zurück, wenn du die alten Werte wieder einträgst. Die Kartengröße wirkt sich direkt auf den Speicher aus: Beim ersten Start braucht Navezgane ab 3 GB, eine Zufallswelt bis 8K etwa 4 GB und eine 10K-Welt etwa 6 GB.
Schwierigkeit, Tempo und Loot
GameDifficulty– von0(am leichtesten) bis5(am schwersten). Wirkt auf den Schaden, den Spieler erleiden, und die Stärke der Gegner.DayNightLength– wie viele echte Minuten ein Spieltag dauert, Standard 60. Mehr heißt mehr Zeit zum Plündern und Bauen zwischen den Horden.DayLightLength– wie viele der 24 Spielstunden hell sind, Standard 18.XPMultiplier– XP-Multiplikator in Prozent, Standard 100.LootAbundance– Lootmenge in Prozent, Standard 100.LootRespawnDays– nach wie vielen Spieltagen sich Behälter wieder füllen.
Zombies und Serverlast
EnemyDifficulty–0normal,1alle Zombies sind feral.ZombieMove,ZombieMoveNight,ZombieFeralMove,ZombieBMMove– Tempo tagsüber, nachts, bei Ferals und im Blutmond: von0(gehen) bis4(Albtraum-Sprint).MaxSpawnedZombies– wie viele Zombies gleichzeitig in der Welt sein dürfen, Standard 64.
Genau diese Zeilen belasten die CPU am stärksten: Jeder Zombie bedeutet Wegfindung und Blockprüfungen. Heb MaxSpawnedZombies nur deutlich über den Standard, wenn der Server die normale Last locker schafft.
Änderst du zehn Zeilen gleichzeitig und der Server laggt oder startet nicht, weißt du nicht, woran es lag. Bearbeite ein bis zwei Einstellungen, starte neu und teste im Spiel – vor allem alles, was Anzahl und Tempo der Zombies betrifft.
Blutmond
BloodMoonFrequency– alle wie viele Tage die Horde kommt, Standard 7.0schaltet den Blutmond ab.BloodMoonRange– zufällige Streuung des Hordentags. Bei0kommt sie exakt nach Plan.BloodMoonWarning– zu welcher Spielstunde die Tagesanzeige rot wird und vor der Horde warnt.BloodMoonEnemyCount– wie viele Hordenzombies pro Spieler gleichzeitig aktiv sind, Standard 8.
Die Hordennacht ist der härteste Moment für den Server. Wenn sie laggt, senk zuerst BloodMoonEnemyCount ein wenig und denk erst danach über einen größeren Tarif nach.
Tod, PvP und Landclaims
DeathPenalty– was ein Spieler beim Tod verliert: von nichts über eine XP-Strafe bis zum endgültigen Tod der Figur.DropOnDeathundDropOnQuit– was beim Tod und beim Verlassen des Spiels fallen gelassen wird: nichts, alles, nur der Gürtel oder nur der Rucksack.PlayerKillingMode–0kein PvP,1nur Verbündete,2nur Fremde,3alle.LandClaimSize– Größe eines Claims in Blöcken, Standard 41.LandClaimCount– wie viele Claims ein Spieler setzen darf,LandClaimExpiryTime– nach wie vielen Tagen offline ein Claim nicht mehr schützt.
Für einen PvE-Server mit Freunden reicht meist PlayerKillingMode = 0. Auf einem öffentlichen Server solltest du die Claim-Laufzeit verlängern, damit Basen nicht abgerissen werden, während jemand im Urlaub ist.
Administration und Mods
AdminFileName– die Datei mit Admin-Liste und Befehlsrechten, Standardserveradmin.xml.EACEnabled– EasyAntiCheat. Für Mods mit eigenem Code setz es auffalse, und die Spieler starten das Spiel ohne EAC.
Mach vor jeder größeren Änderung ein manuelles Backup im Tab Backups. Jeder Elysium-Server hat ein nächtliches automatisches Backup, aber eine Kopie direkt vor der Änderung ist der schnellste Weg zurück. Wie oft du Kopien brauchst, liest du im Artikel darüber, ob tägliche Backups reichen; dieselbe Logik gilt für Project Zomboid, wo die Einstellungen ebenfalls in einer großen Datei stehen.
Wähl einen Tarif nach Kartengröße und Mods – der Server wird automatisch erstellt, mit drei Ports, NVMe, DDoS-Schutz und nächtlichem Backup, und die serverconfig.xml wartet im Tab Files auf dich. Tarife und Preise findest du auf der 7 Days to Die Seite, den Server stellst du auf der Bestellseite zusammen.